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    CLUBHEFTLI   TAUCHCLUB  NEPTUN  MUTTENZ   HEFT 1/2001
    (Überarbeitete Version vom 13.01.2003)

Die Neptunsage
2. Teil:

Neptun und die Liebe

Neptun

Inhalt 2. Teil:
Was bisher geschah
Amphitrite
Medusa
Minos


Was bisher geschah:

Neptun löste den ersten Meeresgott Oceanus in einer blutigen Geschichte ab. In der Zeit, von der die CLUBHEFTLI-Geschichte handelt, vollbrachte Neptun seine Taten noch unter dem Namen Poseidon, denn so nannten ihn die alten Griechen. Auf Naxos sah er Amphitrite tanzen und verliebte sich sogleich in sie. Sie aber schlug seinen Heiratsantrag aus und wies ihn ab …



Amphitrite

Neptun liebte sie zu sehr, um das zu akzeptieren. So schickte er einen seiner Delphine, um nach ihr zu schauen. Der Delphin fand sie, er gefiel ihr so gut und er verteidigte Neptuns Sache so überzeugend, dass Amphitrite ihre Meinung änderte. Als der Delphin mit der freudigen Nachricht zurückkehrte, machte Neptun ihn zur Belohnung unsterblich. Er platzierte ihn am Himmel als das Sternbild Delphin.

So begleitet uns Neptuns Delphin noch heute durch die Nacht. Und der Skipper, der diese Nacht in der Aegäis einsam am Steuer seiner Segeljacht den Kurs hält, während der Rest der Crew unter Deck schläft, löscht das Kompasslicht für einen Moment, damit er die Sterne besser sehen kann. Er sucht den Delphin, findet ihn, freut sich über seine funkelnde Schönheit und murmelt: „Grüss Neptun von mir!” Nachdem er auch die anderen Gefährten dieser Nacht begrüsst hat, konzentriert er sich wieder auf den Kompass: 5 Grad Backbord, dann sind wir wieder auf Kurs.

Neptun hatte ein feuriges Temperament und ungeachtet der Ausdauer, mit der er um Amphitrite freite, hatte er viele Liebesaffären vor allem mit den Nymphen der Quellen, aber auch mit anderen Göttinnen und mit sterblichen Frauen. Auch Aphrodite zählte zu seinen Liebschaften, respektive er zur langen Liste ihrer Liebhaber. Amphitrite machte das sehr unglücklich. Vor allem verabscheute sie seine Vernarrtheit in Scylla. Sie warf Zauberkräuter in Scyllas Badepool und verwandelte sie dadurch in ein bellendes Monster mit sechs Köpfen und zwölf Füssen.

Poseidon zeugte mehrere Kinder, die durch ihre Grausamkeit und ihre Wildheit berühmt wurden. Unter ihnen der Gigant Orion und der Zyklop Polyphemus. Von seinem Sohn Triton und von Polyphemus wird zu einem späteren Zeitpunkt noch die Rede sein.

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Medusa

Neptun verliebte sich in die schöne Medusa mit ihrem langen fliessenden Haar. Medusa war keine Göttin, sondern eine sterbliche Frau. Athene wurde eifersüchtig und verwandelte Medusa in eine abscheuliche Gorgone. Ein Wesen mit Schlangenhaupt und Krallenhänden, das jeden versteinerte, der es anschaute. Es gab noch zwei weitere Gorgonen, aber diese waren im Gegensatz zu Medusa nicht sterblich.

Perseus wurde ausgesandt das Haupt der Medusa zu holen. Der Weg zu den Gorgonen wurde von deren Schwestern, den Graien behütet. Diese drei kamen als Greisinnen zur Welt und hatten zusammen nur ein Auge und einen Zahn. Beides wechselten sie untereinander aus. Perseus entwendete den Graien das eine Auge, als sie es wechselten und kam mit deren Hilfe zu den Nymphen. Diese statteten ihn mit Flügelsandalen, einer Tasche und einer unsichtbar machenden Kappe aus. So gerüstet und mit Hilfe von Athene und Hermes gelangte er schliesslich zu den Gorgonen und konnte Medusa töten.

Als Gott der Pferde nahm Neptun oft die Gestalt eines Pferdes an. So besuchte er auch Medusa als Hengst. Als Perseus nun Medusa enthauptete, war sie schwanger von Neptun und das geflügelte Pferd Pegasus sprang aus ihrem abgetrennten Nacken. Dort, wo der Huf beim Abflug in den Himmel auf die Erde schlug, sprudelte der Brunnen Hippokrene (die Rossquelle) aus dem Boden. Wer aus der Quelle trank wurde Dichter. Hippokrene ist die Quelle der Musen und liegt auf dem Berg Helikon in Böotien.

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Minos

Minos war ca. 1250 v. Chr. König von Kreta. Es ist nicht klar, ob er ein bestimmter König war, vielmehr ist es wahrscheinlich, dass Minos ein Titel war und wie Pharao oder Cäsar und für eine ganze Reihe von Königen steht.

König Minos wollte beweisen, dass seine Macht, Kreta zu regieren, göttlichen Ursprung hat. Er rief deshalb Poseidon an, und bat ihn ihm einen Meeres-Stier zu schicken. Dabei versprach er, anschliessend diesen Poseidon zu opfern. Poseidon schickte den Stier. Minos gefiel dieser Stier aber ausserordentlich und er beschloss, ihn zu behalten und nicht wie versprochen zu opfern.

Was macht Neptun jetzt? Das kann Neptun sich ja nicht bieten lassen! Die nächste Folge ist nur für diejenigen mit ganz starken Nerven und heisst:

Neptuns Monster

Cartoon

Exklusiv im nächsten CLUBHEFTLI!

Quellenangaben: Siehe 1. Teil.

Jürg Hauri

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