In der Zeit, von der die CLUBHEFTLI-Geschichte handelt, vollbrachte Neptun seine Taten noch unter dem Namen Poseidon, denn so nannten ihn die alten Griechen. König Minos von Kreta wollte beweisen, dass seine Macht Kreta zu regieren, göttlichen Ursprung hat. Er rief deshalb Poseidon an, ihm einen Meeres-Stier zu schicken. Er versprach, diesen anschliessend Poseidon zu opfern. Poseidon schickte den Stier, dieser gefiel Minos aber so sehr, dass er ihn nicht opferte.
Poseidon, so hinters Licht geführt, spannte die Liebesgöttin Aphrodite ein. Diese bewirkte, dass sich, Pasiphae, die Frau von Minos und Königin von Kreta, in den Stier verliebte. Kind dieser Liebesbeziehung war ein Monster, halb Mann, halb Stier: Minotaurus.
Voll Entsetzen liess Minos von seinem Baumeister Daedalus ein Labyrinth anlegen, in dem Minotaurus versteckt wurde. Alle neun Jahre erhielt der blutgierige Minotaurus eine Gruppe junger Athener als Opfer
Jetzt käme die Geschichte von Ariadne und dem Faden, aber die kennt ja wohl jeder und die hat nichts mehr mit Neptun zu tun.
(Dies ist die griechische Variante der Minotaurus-Sage, die kretische lautet etwas anders: Der Gott Velchanos, die Personifikation des befruchtenden Regens und der Feuchtigkeit, die allen Dingen zugrunde liegt, stirbt und aufersteht aus dem Grabe, als Symbol der immer wiederauflebenden Vegetation. Manchmal wird er als Gott der Fruchtbarkeit fleischgeworden im heiligen Stier betrachtet. Als solcher begattet er Pasiphäe, die Frau von Minos und zeugt mit ihr den gewaltigen Minos-Stier, den Minotaurus).
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Minotaurus war nicht das einzige Monster, das Neptun schuf:
Triton
Triton war der Sohn von Amphitrite und Poseidon. Dieser Meerdämon war von der Krone bis zu den Hüften von göttlicher Schönheit, seine untere Hälfte aber, hatte den stacheligen Schwanz eines Seemonsters. Er half den Argonauten und gegen die Giganten erfand er die Muscheltrompete. Nach ihm ist der Hauptmond des Planeten Neptun benannt.
Der einäugige Zyklop
Ein weiteres Monster, das Neptun zeugte, war Polyphemus, der einäugige Zyklop. Mit ihm legte sich Odysseus an. Doch davon später der Auftritt von Odysseus ist noch nicht an der Reihe.
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Hippolytos
Eine sehr traurige und eine sehr schreckliche Geschichte, aber weil Euripides 428 v. Chr. ein Drama draus machte, geriet sie nicht in Vergessenheit und so muss sie wohl hier erzählt werden: Der schöne Hippolytos war leidenschaftlicher Jäger und seine zweite Leidenschaft war Artemis, die jungfräuliche Göttin der Jagd. Er gelobte, ihr immer treu zu sein und die Frauen stets zu meiden. Seine Liebe sollte allein den Wäldern gelten. Aphrodite, die Liebesgöttin, empfand dieses Gelübde als persönlichen Affront und wollte sich das nicht bieten lassen. Sie goss in das Herz von Phaidras, der zweiten Gattin von Theseus eine leidenschaftliche Liebe zu Hippolytos. Theseus war König von Athen und unter anderem derjenige, der mit Ariadnes Hilfe den Minotaurus besiegte. Zugleich war er auch der Vater von Hippolytos, den er mit der Amazonenkönigin Antiope gezeugt hatte. Phaidra, von Aphrodite verzaubert, wandte nun alle Künste an, Hippolytos zu verführen. Allein Hippolytos bliebt standhaft. Sie verzehrte sich vor Liebe, siechte dahin und starb. Nach ihrem Tod fand ihr Gemahl die Nachricht bei ihr, Hippolytos habe sie verführt. Theseus rief zornentbrannt Poseidon an, er solle den Jüngling töten. Hippolytos beteuerte vergeblich seine Unschuld. Er wurde des Landes verwiesen, was damals eine übliche Strafe war. Als er im Wagen die Küste entlang fuhr, tauchte ein Meeresungeheuer aus den Fluten auf und verfolgte ihn. Die Pferde scheuten, gingen durch, brachten den Wagen zum Sturz und zerrten den in den Stricken verfangenen Hippolytos über Felsblöcke, bis er zerfetzt war. Hippolytos heisst der von Pferden Geschleifte.
In der nächsten Folge schreiben wir Weltgeschichte: Schiffe soweit das Auge reicht - eine noch nie da gewesene Armada! Und da ist er, Neptun,
und die anderen Götter
Tausend Schiffe gen Troja
Exklusiv im nächsten
CLUBHEFTLI!