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CLUBHEFTLI TAUCHCLUB NEPTUN MUTTENZ HEFT Nr. 2/2002 Die TauchtauglichkeitsuntersuchungVorbemerkungen Die Untersuchung eines Tauchers unterscheidet sich in verschiedener Hinsicht von einer Sprechstundenkonsultation, die vom gewohnten Verhältnis eines Hilfesuchenden Patienten zu seinem Arzt geprägt ist. Künftige wie auch erfahrene Taucher und Taucherinnen wünschen möglichst schnell und mit vertretbarem finanziellem und zeitlichem Aufwand zu einem mit Stempel versehenen Zeugnis zu gelangen. Dies ist verständlich, umso mehr als solch eine kleine Formalität für die meist subjektiv beschwerdefreien Tauchinteressenten, welche sich oft für die Teilnahme an einem Tauchkurs oder die Fortsetzung des Tauchens entschieden haben, fast umständlich erscheinen könnte. An einer ärztlichen Beratung sind wohl nur wenige interessiert. Wozu dienen solche Atteste? Von offizieller Seite werden weder eine ärztliche Untersuchung noch ein Ausbildungsausweis für das Freizeittauchen verlangt, da beim Tauchen kaum Fremdgefährdung besteht. Eine Tauchausrüstung inklusive Atemgerät kann jeder frei kaufen und auf eigene Verantwortung benutzen. Möglicherweise sind Taucher auf die Dienstleistungen von Clubs, Sportgeschäften oder Tauchbasen angewiesen. Diese wollen für mögliche Gesundheitsschäden ihrer Klienten nicht haftbar gemacht werden. Die Taucher selbst, welche sich seit dreissig Jahren von furchtlosen Desperados langsam zu disziplinierten Konsumenten einer noch im Wachstum begriffenen Freizeitindustrie entwickelt haben, wollen keine Abstriche an möglichen Versicherungsleistungen riskieren. Neben der Beratung kommt dem untersuchenden Arzt daher auch die ungewollte und unpopuläre Rolle eines Schiedsrichters zu. In vielen Fällen wird der Untersucher seinen Probanden zum ersten Mal sehen. Im Idealfall ist er dem untersuchenden Arzt (zum Beispiel dem Hausarzt oder Clubarzt) bekannt. Die Untersuchung - Als Medical Examiner of Divers und Mitglied der SGUHM (Schweizerische Gesellschaft für Unterwasser- und Hyperbarmedizin) verwende ich die standardisierten Formulare der SGUHM (diese sind unter www.suhms.org abrufbar). Der Untersuchungsablauf gliedert sich in 2 Teile: eine Befragung und eine körperliche Untersuchung. - Die Befragung durch den Arzt dauert ca.15 Minuten. Diese beinhaltet vor allem Angaben zu tauchmedizinisch relevante Erkrankungen. - Danach findet eine körperliche Untersuchung statt: dabei werden das Herz, der Bauch und die Lungen untersucht sowie der Blutdruck gemessen. Anschliessend findet eine Untersuchung der Ohren und des Mundes statt. Bei über 50-jährigen ist es auch sinnvoll, ein Röntgenbild der Lunge und ein EKG (Herzstromkurve) durchzuführen. Bei allen findet ebenfalls ein Lungenfunktionstest statt. Die Untersuchung selber dauert je nach Aufwand ca. 2530 Minuten. - Da die Tauchatteste häufig ausserhalb Europas verlangt werden, ist es ebenfalls sinnvoll, den Impfstatus zu kontrollieren und bei Bedarf zu ergänzen (genügender Wundstarrkrampfschutz? Sind Kinderlähmung und Gelbsucht bei Reisen nach Afrika und Asien à jour?, Typhus?). Je nach Destination dürften auch reisemedizinisch wichtige Fragen auftreten (z.B. Malariaprophylaxe: ja oder nein?; prophylaktische Medikamentenmitnahme, Sonnenschutz, etc). Die Gesamtdauer einer Untersuchung dauert also zwischen 45 und 60 Minuten. Die Kosten Nach kantonalem Ärztetarif würden sich die Kosten für diese nicht kassenpflichtige Untersuchungen je nach Aufwand so verteilen: Befragung und Untersuchung Fr. 99. Lungenfunktionstest Fr. 72. Lungenröntgen Fr. 93.60 EKG Fr. 63. Für Mitglieder des TC Neptun biete ich die Untersuchung zu folgenden Preisen an: Untersuchung ohne Röntgen und EKG Fr. 100. (pauschal) Untersuchung mit Röntgen und EKG Fr. 200. (pauschal) Die zusätzlichen Kosten für Impfungen und Medikamente werden gemäss den kantonalen Tarifen verrechnet. Für Fragen stehe ich gerne jederzeit zur Verfügung. Anmeldungen für Tauchuntersuchungen sind zu richten an: Dr. med. Daniel Schenk
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